Heroischer Dreck

Erstellt: Donnerstag, 01. September 1977 Veröffentlicht: Donnerstag, 02. Januar 2020 Geschrieben von Hans-Joachim Alpers

Erstveröffentlichung in SFT 3/77 von Hans-Joachim Alpers und Uwe Anton (Sept. 1977)

1. Vorbemerkung
Die folgende Arbeit soll eine Form der Trivialliteratur ins Bewußtsein rücken, die im Schatten der Science Fiction und der Weird Fiction (Horrorliteratur) nun auch in der BRD häufiger in Erscheinung tritt: Heroic Fantasy, auch Sword & Sorcery oder Schwert & Magie-Literatur genannt. Sie kommt in der Regel als Science Fiction, Science Fantasy oder schlicht als Fantasy auf den Markt, ist im Rahmen dieser Gattungen aber als wenig repräsentativer Teilbereich anzusehen.

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Gibt es eine eigenständige deutsche Science Fiction?

Erstellt: Freitag, 02. Dezember 1983 Veröffentlicht: Donnerstag, 02. Januar 2020 Geschrieben von Wolfgang Jeschke

(Erstveröffentlichung Dezember 1983)

Lieber Leser,

als Herausgeber dieses Magazins erreicht mich fast täglich Post, zumeist sind es Briefe in der Form eines wohlwollenden Schulterklopfens (prima, weiter so!), mit dem der Käufer mir seine Zufriedenheit versichert, aber es sind auch immer kritische darunter, in denen angeregt wird, die eine oder andere Rubrik stärker auszubauen, mehr Spekulation wird gewünscht, mehr Fact-Artikel (aber auch weniger), mehr Cartoons, mehr Leserbriefe, mehr Buchbesprechungen, mehr Stories, mehr deutsche Stories immer wieder. Kürzlich riet mir ein Leser aus Genf: "Was der deutschen SF fehlt, ist ein minimales Selbstvertrauen. Viel zu viele Autoren schreiben am Fließband die ewiggleichen Geschichten, bei dem bloß der technische Dekor wechselt; andere verstecken sich hinter angelsächsischen Pseudonymen. Nur eine kleine Minderheit setzt sich für eine deutsche SF-Literatur ein. Und diese gilt es zu unterstützen und als Schwerpunkt ins HSFM einzubauen: Das heißt vor allem Novellen und Shortstories von deutschen Autoren; denn erstens fehlt ein Podium für junge Talente mit großer Streuweite und zweitens ein signifikanter Gradmesser für Tendenzen in der SF-Literatur im deutschen Sprachraum."

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Eskapistisches Kino II

Erstellt: Donnerstag, 01. November 1984 Veröffentlicht: Donnerstag, 02. Januar 2020 Geschrieben von Christian Hellmann

Erstveröffentlichung: SFT 11/84

Flucht in Fabelwelten

2. Teil: Ein neuer Irrationalismus füllt die Kassen

lndiana Jones, der synthetische Abenteurer-Typ par excellence, jagt dem heiligen Sankara-Stein oder der legendären Bundeslade hinterher, als hinge sein Seelenheil davon ab. Um das Traumland Phantasien zu retten, nimmt Atreju, ein kleiner Indianerjunge, den Kampf gegen das alles verschlingende Nichts auf. Die Suche nach der entführten Prinzessin zwingt Prinz Colwyn, das 'unbeschreibliche Ungeheuer' der 'schwarzen Festung' zu töten. In narzißtischer Verzückung präsentiert ein Barbar namens Conan seine geölten Muskelpakete, mit denen er Feinden Böses und Frauen 'Gutes' antut. All die oben angesprochenen Filme, deren Inhalt sich in der Regel in einem Satz zusammenfassen läßt, stehen für einen Trend, der das Unterhaltungskino mittlerweile seit einigen Jahren dominiert: Ein neuer Irrationalismus, propagiert durch zahllose SF- und Fantasy-Produktionen, füllt die Kassen. Dank dieses Phänomens wurden Einspielergebnisse möglich, die zuvor lediglich als Wunschträume in Produzentenköpfen existierten.

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Frauen-SF oder feministische Utopie?

Erstellt: Dienstag, 15. Januar 1985 Veröffentlicht: Donnerstag, 02. Januar 2020 Geschrieben von Barbara Holland-Cunz

(Erstveröffentlichung SFT 1/85)

"Utopien – leicht verderbliche Ware?" – so lautete der vielversprechende Titel des diesjährigen Tönnies-Tages in Kiel. Im Programm wurde u. a. eine Arbeitsgruppe zu folgendem Themenbereich angeboten: “Soziale Utopien: Emanzipation zwischenmenschlicher Beziehungen. Auswege aus der Geschlechterproblematik – Rollen- und Geschlechtertausch – Androgynie – Matriarchat."

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Eskapistisches Kino zwischen Mythen und Märchen

Erstellt: Samstag, 01. Oktober 1983 Veröffentlicht: Donnerstag, 02. Januar 2020 Geschrieben von Christian Hellmann

Erstveröffentlichung: SFT 10/84

Flucht in Fabelwelten 

1. Teil: Ursprünge und Vor1äufer des Fantasyfilms

Phantásien, das Land unserer Träume, wird zur Zeit in zahlreichen deutschen Kinos vom alles verschlingenden Nichts bedroht. DIE UNENDLICHE GESCHICHTE, mit Produktionskosten von rund 60 Millionen Mark als teuerster deutscher Film aller Zeiten angekündigt, wagt sich in die bisher fast ausschließlich anglo-amerikanische Domäne des Fantasy-Films vor. Ob aus dem literarischen Welterfolg mit Übersetzungen in 27 Sprachen auf der Leinwand tatsächlich eine "unsägliche Geschichte"1 wurde, wie Autor Michael Ende behauptet, soll an anderer Stelle erörtert werden.

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